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UKW- und Webradionachrichten. 20.01.2026 - 6 Uhr

26. 01. 20

+ Tokio: Neuwahlen in Japan und Portugal
+ Berlin: Mittelstand bekommt Kredite immer schwerer
+ Berlin: IWF rechnet mit stärkerem Wirtschaftswachstum in Deutschland
+ Weitere Meldungen des Tages

Tokio - mikeXmedia -
Japans Ministerpräsidentin Takaichi hat vorgezogene Parlamentswahlen angekündigt. Das Unterhaus soll zum Start der Parlamentssitzung am 23. Januar aufgelöst werden, gewählt wird am 8. Februar. Die erst seit rund drei Monaten amtierende Regierungschefin will ihre hohen Zustimmungswerte nutzen, um die knappe Mehrheit der Koalition aus Liberaldemokraten und der Partei Ishin auszubauen. Am selben Tag wird auch in Portugal der Präsident in einer Stichwahl bestimmt. Bei der ersten Runde kam der Kandidat von der Sozialistischen Partei mit rund 31 Prozent auf Platz eins. Der Rechtspopulist Ventura folgte mit etwa 24 Prozent. Da keiner der Kandidaten die absolute Mehrheit erreichte, ist eine zweite Runde nötig. Der neue Präsident soll Anfang März das Amt übernehmen. Amtsinhaber de Sousa durfte nach zwei Amtszeiten nicht erneut antreten.

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Berlin - mikeXmedia -
Kleine und mittlere Unternehmen in Deutschland kommen in der Wirtschaftskrise zunehmend schlechter an Bankkredite. Nach einer Umfrage berichteten zuletzt rund 38 Prozent der Mittelständler von verschärften Kreditbedingungen. Das ist ein Plus von rund vier Punkten gegenüber dem Vorquartal und der höchste Wert seit Beginn der Erhebung. Nach Einschätzung der KfW reagieren Kreditgeber vorsichtig, weil sie eine Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage vieler Betriebe erwarten.

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Washington - mikeXmedia -
Der Internationale Währungsfonds erwartet für 2026 ein stärkeres Wirtschaftswachstum in Deutschland als bislang angenommen. Nach aktueller Prognose dürfte die Wirtschaft um rund 1,1 Prozent zulegen, 0,2 Punkte mehr als im Oktober geschätzt. Grund dafür sind unter anderem staatliche Milliardenausgaben, die dämpfende Effekte der US-Zölle ausgleichen sollen. Damit liegen die IWF-Experten über den Erwartungen von Bundesbank und Ifo-Institut, bleiben aber vorsichtiger als die Bundesregierung, die 1,3 Prozent Wachstum prognostiziert.