+ Teheran: Größte Demonstrationen seit Beginn der Protestwelle
+ Aleppo: Übergangsregierung verkündet befristete Waffenruhe
+ Brüssel: EU steht vor Abschluss des Mercosur-Abkommens trotz Bauernprotesten
+ Weitere Meldungen des Tages
Teheran - mikeXmedia -
Im Iran ist es in der Nacht zum Freitag erneut zu Demonstrationen gekommen. Es handelte sich um die größte Welle seit Beginn. In der Hauptstadt Teheran versammelten sich zahlreiche Menschen, wie Bilder in sozialen Netzwerken zeigen. Auch aus anderen Städten wurden größere Kundgebungen gemeldet. Zuvor hatten die Behörden den Internetzugang für die Bevölkerung stark eingeschränkt. Beobachter werten das Vorgehen als Versuch, die Verbreitung von Informationen über die Proteste zu erschweren. Die Lage im Land bleibt angespannt.
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Aleppo - mikeXmedia -
Nach schweren Gefechten in der nordsyrischen Stadt Aleppo hat die Übergangsregierung eine zeitlich begrenzte Waffenruhe angeordnet. Für mehrere umkämpfte Stadtteile soll die Feuerpause über einige Stunden gelten. Bewaffnete Gruppen wurden aufgefordert, die betroffenen Viertel zu verlassen. Den abziehenden Kämpfern ist es erlaubt, leichte persönliche Waffen mitzunehmen. Die syrische Armee will den Rückzug begleiten und einen sicheren Transport in nordöstliche Regionen des Landes gewährleisten. Eine Reaktion der kurdischen Seite auf die Ankündigung blieb zunächst aus.
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Brüssel - mikeXmedia -
Nach mehr als 25 Jahren Verhandlungen soll in Brüssel das Mercosur-Abkommen besiegelt werden. Frankreich kündigte an, dem Handelsdeal wegen befürchteter Nachteile für die Landwirtschaft nicht zuzustimmen. Dennoch gilt eine Mehrheit unter den EU-Staaten als wahrscheinlich. Im Vorfeld der Entscheidung protestierten Landwirte gegen das Abkommen und blockierten zwei Grenzübergänge zwischen Frankreich und Belgien. Rund 100 Bauern errichteten mit Traktoren Sperren auf wichtigen Verkehrsachsen in Richtung Brüssel. Mit den Aktionen wollen sie auf ihre Sorge vor wachsendem Wettbewerbsdruck aus Südamerika aufmerksam machen.