UKW- und Webradionachrichten. 19.10.2013 - 6 Uhr

13. 10. 19

 + Peking: Sorge um AKW-Bauboom in China
 + Moskau: Arbeiter protestiert gegen Behandlung auf Olympia-Baustellen
 + Brüssel: EU-Regierungschefs wollen gemeinsames Aufsichts-System
 + Rom: Monti kehrt seiner Partei im Streit den Rücken
 + Weitere Meldungen des Tages

Peking - mikeXmedia -
Ungeachtet der schweren Atomkatastrophe in Fukushima setzt China weiter auf den Ausbau von Atomkraft. Experten äußerten sich zum Wochenende besorgt über den Trend in dem Industrieland. Mit der steigenden Anzahl der Atomanlagen wachsen dabei auch die Zweifel an der Sicherheit, wie eine Wirtschaftszeitung unter Berufung auf Expertenmeinungen berichtet. Derzeit befinden sich 27 neue Reaktoren in China im Bau. In den kommenden sieben Jahren soll die Zahl der Kraftwerke von derzeit 15 auf dann 71 Anlagen erhöht werden. Zu den größten Kritikpunkten zählen die ausführenden Baufirmen. Experten befürchten, dass sie nicht immer das gleiche Qualitätsverständnis wie die Regierung und die Ingenieure haben könnten. Bei einigen Bauprojekten soll es in der Vergangenheit bereits schon zu Beanstandungen gekommen sein, heißt es im Zeitungsbericht weiter.

Moskau - mikeXmedia -
In Russland hat ein Arbeiter auf den Olympia-Baustellen für die Winterspiele mit einer drastischen Maßnahme gegen die Ausbeutung von Tagelöhnern protestiert. Der Mann nähte sich den Mund zu und postierte sich mit einem Plakat vor dem Olympia-Park in Sotschi. Menschenrechtler bezeichneten die Aktion des Mannes als "grausam aber notwendig". Die Beschwerden der Arbeiter haben in den vergangenen Wochen immer mehr zugenommen. Zum Teil stehen die Löhne bereits seit längerer Zeit aus. Die Winterspiele in Sotschi sollen am 7. Februar nächsten Jahres beginnen.

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Brüssel - mikeXmedia -
Die EU-Staats- und Regeriungschefs haben sich für ein gemeinsames System zur Sanierung oder Schließung maroder Banken ausgesprochen. Ein entsprechendes Konzeptpapier dazu soll in der kommenden Woche beim EU-Gipfel vorgelegt werden. Obwohl die Bankenaufsicht bereits beschlossene Sache ist, haben einige Regierungen noch Bedenken. Unter anderem wehrt sich Deutschland dagegen, dass die Entscheidungsbefugnisse über Bankenschließungen bei der EU-Kommission liegen sollen.

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Rom - mikeXmedia -
Der frühere italienische Ministerpräsident Monti sorgt für neue Spannungen in der Regierung. Er hat seiner Partei im Streit den Rücken gekehrt und will sich nicht weiter mit der "Bürgerlichen Wahl" beschäftigen. Bei dem Streit ging es um das Haushaltsgesetz der Regierung Letta für das kommende Jahr.

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